Gilbert Glaus
Ein Leben im Zeichen des Radsports.

Über Gilbert Glaus: Der Weg einer Ikone
Gilbert Glaus wurde am 2. Dezember 1955 in Thun, im Kanton Bern, geboren und wuchs in Kerzers auf. Schon früh zeigte sich seine Leidenschaft für den Radsport.
Nachdem er den Beruf des Schlossers erlernt hatte, entschloss er sich, seinen Traum vom Radsport zu leben. Dank der Unterstützung seiner Frau, die als zahnärztliche Helferin arbeitete, konnte er sich ganz dem Sport widmen.
Neben dem Radsport liebt Gilbert gute Musik und geht regelmäßig schwimmen. Doch es sind vor allem seine herausragenden sportlichen Leistungen, die ihn zu einer Ikone gemacht haben.
Seine Karriere begann im Jahr 1971, als er sich dem Radsport anschloss und bald bemerkenswerte Erfolge erzielte. Gilbert war ein wahrer Pionier im Sport, der sich nie entmutigen ließ – selbst wenn er in jungen Jahren keine finanziellen Mittel für ein eigenes Rennrad hatte und sich das Geld dafür hart erarbeiten musste. Mit seiner Disziplin und Hartnäckigkeit erreichte er unglaubliche Erfolge auf nationaler und internationaler Ebene.

Amateur Career:
Gilbert Glaus begann seine Karriere als Junior und erzielte bereits in jungen Jahren beeindruckende Erfolge. Er gewann etwa 30 Rennen als Junior. 1977 und 1978 feierte er zahlreiche Siege, darunter Etappen bei der Rheinland-Pfalz-Rundfahrt und der Norwegen-Rundfahrt. Besonders den Höhepunkt seiner Amateurkarriere bildete der Sieg bei der Straßenweltmeisterschaft 1978 auf dem Nürburgring, ein Triumph, der seinen Status als einer der besten Radfahrer seiner Zeit festigte.
Professional Career:
1982 wechselte Gilbert in die Profi-Klasse und erlebte einen fulminanten Einstieg. In seiner ersten Profisaison erzielte er neun Siege, darunter den Etappensieg beim prestigeträchtigen Etoile de Bessèges und den Grand Prix Montauroux-Prolog. Besonders hervorzuheben ist auch sein Sieg beim Bordeaux–Paris-Rennen 1986, das er als fast 600 Kilometer langes Traditionsrennen gewann und damit nur wenige Schweizer Radprofis vor ihm.
Olympische Spiele 1980:
Gilbert nahm an den Olympischen Sommerspielen 1980 in Moskau teil. Obwohl der Boykott den Wettkampf beeinflusste, zeigte er dennoch großartige Leistungen und belegte den 11. Platz im Straßenrennen. Im Mannschaftszeitfahren erreichte er mit seinem Team den 13. Rang.
Tour de France 1983 – Der gröSSte Triumph:
Gilberts grösste Errungenschaft in seiner Karriere war der Sieg auf den legendären Champs-Élysées bei der Tour de France 1983. In einem dramatischen Endspurt, in dem er überraschend den Favoriten Sean Kelly überholte, sicherte sich Gilbert als erster Schweizer den Sieg auf der prestigeträchtigen Schlussetappe in Paris. Dieser Triumph bleibt bis heute der größte Sieg seiner Karriere.